FOLKLORE

MUSIK

SLOVACZECH © 2013    HAFTUNGSAUSSCHLUSS 

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Zur Mitternachtsstunde … (sleeve – note)                

„… der Sänger sang noch, während der Instrumentalist schon seine Melodie strich und damit bereits jedes gesungene Lied zierte. Ihre Fähigkeit und dieser bestimmte Stil, ein einfaches Lied oder einen Tanz vorzutragen, war der Grund, warum sich die Musiker aus verschiedenen Orten zusammenfanden. Ihre Seele spiegelte sich in den Liedern des ganzen Landes wider. Daher ist es leicht zu erklären, warum die Musiker sich ihre Vereinigung so gründlich wählten. Sie harmonieren im Zusammenspiel zur Melodie, die ihnen gerade in den Sinn kommt, mit einem Wohlklang und einer Reife wie aus einem Geiste …“ Dieses Zitat von Leoš Janáček ist sicherlich der Zeit seiner Entstehung geschuldet, passt jedoch wie angegossen zum Quartett SlovaCzech, dessen Mitglieder in Dresden begonnen haben, mährische und böhmische Musik zusammen zu erleben und zu praktizieren. Die heutige Zeit der Globalisierung und der „Europäisierung“ spiegelt sich auch in der Dramaturgie dieser CD wider. Mal befinden wir uns in den nordmährischen Regionen der Walachei, Lašsko und Schlesien, mal sind wir wieder in der fruchtbaren Hanakei, Horňácko oder im Gebirgsvorland des Riesengebirges. Die Bearbeitungen der Instrumentalstücke führen uns dann in die Slovakei, nach Deutschland oder Ungarn, sogar in das entfernte Irland …. Die fröhliche Botschaft über die Geburt des Messias wird von SlovaCzech vielfach in verschiedenen Sprachen und Dialekten gesungen und gespielt. Mit ihrem einheitlichen Inhalt zeugen die Lieder jedoch von einer europäischen christlichen Gemeinsamkeit. Musikalisch präsentiert sich SlovaCzech mal als klassisches Quartett mit Kontrabass anstatt Violoncello, mal als böhmische Folkloregruppe und kurz darauf hören wir wieder typische rasante Klänge aus dem mährischen Gebirge. Die Verwandlungen von SlovaCzech sind das Ergebnis einer außergewöhnlichen Kombination aus einer ausgezeichneten instrumentalen Reife, dem Mut, neue Grenzen einer folkloristischen und klassischen Bearbeitung auszutesten, und nicht zuletzt auch dem Gefühl der Achtung gegenüber der zu bearbeitenden musikalischen Vorlage. Und gerade in dieser Kombination findet SlovaCzech sowohl seine ausgeprägte Devise einer persönlichen musikalischen Sprache als auch eine Treibkraft für die Zukunft!

 

Jan Rokyta